Österreich

 

Czech republicLitzlhofer Schueler in Tschechien

Tauferova střední odborná škola veterinární Kroměříž

Taferova

http://www.vetkm.cz/

Am 09. Mai 2012 starteten 12 Schueler und zwei Lehrer eine Fahrt nach Kromeriz, um eine Woche lang Land und Leute kennen zu lernen. Kultur, Landwirtschaft, Geselligkeit und Freunschaften praegten die Zeit im Suedosten der Tschechischen Republik. Bauernhoefe, einerseits als Familienbetriebe andererseits als grosse Unternehmen (mehr als 1000 Milchkuehe) stellten die verschiedenen Ausgangssituationen fuer ein landwirtschaftliches Einkommen dar.

Die Schueler zeigten nicht nur grosses Interesse an landwirtschaftlichen Einrichtungen, sondern waren auch von der grossartigen kulturellen Vielfalt in diesem Land begeistert. Kirchen und Museen waren auf einmal genauso interessant wie der grosse Traktor am Hof. Ein Tag in der Hauptstadt Prag erweiterte den kulturellen und gesellschaftlichen Horizont unserer Schueler. Der Besuch in der weltberuehmten Sesselfabrik Thonet zeigte uns, wie trotz sehr alter aber immer noch wirkungsvoller Maschinen diese kunstvollen Sessel entstehen . Vom Kochen des vorbereiteten Holzes bis zum versandfertigen Finalprodukt erlebte man einen hochinteressanten Produktionsablauf.

Die englische Sprache als Verbindung zweier Nationen fuehrte Schuelerinnen und Schueler beider Schulen hin zu Gemeinsamkeiten bzw. auch zu unterschiedlichen Gegebenheiten.

Geblieben sind Erinnerungen an ein schoenes, sauberes, freundliches und fortschrittlich eingestelltes Land, welches seinen Platz in der EU noch weiter festigen wird.

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SlovakiaEuropa hautnah erlebt – Erfahrungsaustausch in der Slowakei

Slovakia

Stredná odborná škola Banská Bystrice

http://www.sosbanbb.sk/

Ende Oktober fuhren 12 Schüler der LFS-Litzlhof in Begleitung von Ing. Alois Lackner und Ing. Elisabeth Bacher für 12 Tage in die Slowakei. Der Zielort war die Stadt Banska Bystrica, die mit 80 000 Einwohnern im Zentrum der Slowakei liegt und gleichzeitig der Mittelpunkt der EU ist.

Im Gegensatz zur Hauptstadt Bratislava, ist der Wohlstand nicht sehr groß, es gibt sehr wenige Reiche, fast keine Mittelschicht und viel Armut.

Angekommen in der Partnerschule SOS Pod Bansom bezogen wir unsere Zimmer im Internat der Schule. Sofort freundeten wir uns mit den Schülern und Schülerinnen unserer Partnerschule an. Der Tagesablauf war ähnlich wie bei uns am Litzlhof. Von der dortigen Küche wurden wir ausgezeichnet mit Essen und Getränken versorgt und im Turnsaal konnten wir uns sportlich mit den Slowaken messen.

Neben dem Schulalltag lernten wir auch einige Betriebe und Sehenswürdigkeiten der Umgebung kennen. Die Slowakischen Schüler und Lehrer begleiteten uns dabei und konnten uns fast alle Wünsche von den Augen ablesen und erfüllen.

Beim Besuch der Tofufabrik „Alfa-Bio“ wurden wir zu einer Verkostung eingeladen und konnten die Produktion dieses Sojaproduktes in allen Einzelheiten mitverfolgen. Der Geschäftsführer erläuterte uns die Firmengeschichte und wir diskutierten, wie bei den anderen Besichtigungszielen auch, über den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Lage.

Ein Höhepunkt war die Besichtigung des Betriebes „Fuggerov“. Dies ist ein Bauernhof mit angeschlossenem Wellnesshotel. In den Ausläufern der Niederen Tatra gelegen, befinden sich hier viele Möglichkeiten zum Wandern, Reiten und im Winter auch zum Schifahren. Teilweise absolvieren die Schüler unserer Partnerschule hier ihren praktischen Unterricht. Vormittags stand Gruppenarbeit am Programm – zum Ausgleich durften wir am Nachmittag den Sport- und Wellnessbereich mit Kegelbahn, Sauna und Schwimmbad testen. Josef und Alexander interviewten den Betriebsleiter mithilfe eines Dolmetschers, da dieser nur Slowakisch sprach. Zum Abschluss durften wir alle noch eine Stunde reiten, ein großes Erlebnis, da niemand vorher auf einem Pferd gesessen ist.

Natürlich besichtigten wir auch die Stadt selbst. Beim Besuch des SNP Museums, sahen wir Relikte des nationalen Befreiungskampfes gegen den Faschismus und des Slowakischen Nationalaufstandes.

In der Niederen Tatra gibt es viele Tropfsteinhöhlen, eine davon durchwanderten wir. Allein der Zugang durch den herbstlichen Buchenwald war ein Erlebnis. Spania Dolina ist ein kleines Bergwerksdorf. Bergleute aus Tirol bauten dort bereits im 14. Jahrhundert Kupfer ab. Eine Führung durch das Museum brachte uns das Leben eines Bergmannes und die Bedeutung des Bergbaues näher. Das Kupfer rund um Neusohl, wie Banska Bistrica auf Deutsch genannt wurde, gelangte bis in den Orient.

Wir arbeiteten auch an unserem Projekt und verglichen die Ausbildung und die Chancen am Arbeitsmarkt in Österreich mit denen der Slowakei. Die Preise dort sind unwesentlich niedriger als bei uns, das Lohnniveau allerdings beträchtlich. Die Chancen nach dem Schulabschluss einen Arbeitsplatz zu bekommen sind in beiden Schulen gut. Durch die vorwiegend praktische Ausbildung sind Schüler dieser Schulen in der Wirtschaft als Arbeitskräfte sowohl in Österreich als auch in der Slowakei sehr begehrt.

Das Wochenende verbrachten wir bei Schülern zu Hause und konnten so einen Einblick in die Lebensverhältnisse unserer neuen Freunde gewinnen.

Traurig, dass unser Austausch zu Ende ging, traten wir wieder die zehnstündige Heimreise an. Es war für uns ein unvergessliches Erlebnis, einen anderen Teil Europas kennenzulernen und neue Freundschaften zu knüpfen. Es war Europa zum Anfassen.

Alexander Mazzarella, Josef Steindl, Manuel Schmölzer